„Wenn ein Chemiker die homöopathische Arznei untersucht, findet er nur Wasser und Alkohol; wenn er eine Diskette untersucht, nur Eisenoxid und Vinyl. Beide können jedoch eine Menge Informationen bergen.“

Dr. Peter Fisher,
Forschungsleiter am Royal London Homeopathic Hospital

Seit 1978 ist die Herstellung der Homöopathika im HAB, dem Homöopathischen Arznei Buch nach § 55 des deutschen Arzneimittelgesetzes fest verankert und es besteht Apothekenpflicht.

Die homöopathischen Arzneien werden aus den Substanzen unserer Umwelt verdünnt, verschüttelt und so homöopathisch potenziert. Es werden dabei einzelne Substanzen für eine Arznei verwendet. Die homöopathischen Arzneien werden nach dem traditionellen lateinischen Namen der Ausgangssubstanzen benannt, aus der sie jeweils hergestellt wurden. Dies bietet den Vorteil, dass die Mittel überall auf der Welt die gleiche Bezeichnung führen und es zu keinen Verwechselungen kommt.

Ein Großteil der klassischen Arzneisubstanzen wird aus Pflanzen gewonnen, hier wird die frische oder getrocknete Pflanze insgesamt oder Pflanzenteile wie zum Beispiel nur die Wurzel verwendet. Bekannte Pflanzenhomöopathika sind zum Beispiel Aconitum (Sturmhut), Arnika (Bergwohlverleih), Calendula (Ringelblume), Hypericum (Johanniskraut), Belladonna (Tollkirsche), Hyoszyamus (Bilsenkraut) und Pulsatilla (Küchenschelle). Auch noch heutzutage werden viele Pflanzen für die Homöopathie entdeckt und es sind bereits tausende Pflanzen homöopathisch geprüft worden.

Wir finden auch viele mineralische Arzneien, organische und anorganische Verbindungen, Metalle und einzelne chemische Elemente wie z.B. Aurum (Gold), Natrium muriaticum (Natriumchlorid) und Mercurius solubilis (Quecksilber) um nur einen Bruchteil zu nennen. Die unbelebte Natur bietet viele Arzneistoffe, die zum Großteil nur in der Homöopathie therapeutisch verwendet werden.

Das Tierreich bietet viele interessante Arzneien, wie zB Apis (die ganze Honigbiene), Sepia (Tinte des Tintenfischs), Lachesis (Gift der Buschmeisterschlange). Eine Vielzahl weiterer tierischer Produkte haben Einzug in die Homöopathie gehalten.

Nosoden (vom griech. nosos = Krankheit) werden im Einzelfall verschrieben. Schon Hahnemann hat Nosoden verwendet. Seit der Entstehung der Homöopathie sind viele weitere Nosoden erschlossen worden. Es werden verschiedene Arten der Nosoden unterschieden, die viralen Nosoden, die bakteriellen Nosoden, Kombinationspräparate aus Krankheitsprodukten, die aufbereiteten Mittel aus pathologisch veränderten Organen oder Geweben und die so genannten Autonosoden (spezielle Herstellung aus Produkten des zu behandelnden Patienten). Es gibt weitere, spezifischere Gruppenbezeichnungen unter den Nosoden, je nach Ausgangsstoff.