Taping

Naturheilkunde

Die Methode des Tapings wurde von dem japanischen Chiropraktiker und Kinesiologen Kenzo Kase vor über 30 Jahren entwickelt.

Dadurch dass das Tape-Pflasterband an der Haut fixiert ist, wird bei Bewegungen die Haut gegen das darunter liegende Gewebe verschoben. Dieser ständige Reiz soll durch die Aktivierung verschiedener Rezeptoren die Muskelspannung regulieren (Tonisierung) und eine Signalübertragung an das zentrale Nervensystem auslösen. Zu diesen Rezeptoren zählen neben Berührungsrezeptoren auch Schmerzrezeptoren, Temperaturrezeptoren und Rezeptoren, die dem Körper sagen, wo sich beispielsweise die Extremitäten im Raum befinden (Propriorezeptoren). Das Tape wirkt rein mechanisch und enthält keine arzneilichen Stoffe.

Die Reizung durch das Tape soll außerdem eine Schmerzreduktion bewirken und den Blutfluss verbessern. Außerdem stützt und entlastet das Tape den geschädigten Muskel, das Band oder das Gelenk.

Kenzo Kase ging zusätzlich davon aus, dass das Tape auch in der Lage sei, verschiedene Akupunkturpunkte zu reizen. Dadurch sollten Störungen der Energieleitbahnen (Meridiane), die laut Traditioneller Chinesischer Medizin unseren Körper durchziehen, aufgehoben werden. Ziel einer jeden Behandlung mittels Tape ist letztlich die Aktivierung und Unterstützung der Selbstheilungskräfte des Körpers.

Ähnlich der menschlichen Haut lässt sich das Tape um ungefähr 30 bis 40 Prozent dehnen.

Die Tapes werden einzeln oder zu mehreren auf die zu behandelnden Körperareale oder Gliedmaßen aufgeklebt. Dabei folgen sie in der Regel den Muskelstrukturen, Bändern oder Nervensträngen. Die Tape-Streifen verbleiben mehrere Tage auf dem Körper und werden dann neu aufgeklebt, in der Regel erfolgen 3-5 Anwendungen im Krankheitsverlauf. Die Behandlungsmethode ist anwendbar für alle Altersklassen.

„Spannst du eine Saite zu stark, wird sie reißen. Spannst du sie zu schwach, kannst du nicht auf ihr spielen.“

Der Buddha